Es ist höchst unanständig Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern mit unnötiger Bürokratie zu belasten

AKHD Hanau
08.09.2021

Henrik Statz besucht den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau

Der Bundestagskandidat der Freien Demokraten im Wahlkreis 180 Hanau, Henrik Statz, besuchte im Rahmen seiner Sommer Tour den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau. Die Einrichtung und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten seit mittlerweile sechs Jahren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung sowie deren Familie. Neben dem eigentlichen Ziel, die betroffenen Familien bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen im Alltag zu unterstützen und zu entlasten, nimmt die Beratung bei Antragstellung und Vermittlung von Angeboten eine immer größere Rolle in der Arbeit der beiden Koordintaionskräfte, Lisa Criseo-Brack und Sabrina Schwanebeck ein. Zunehmende Bürokratie und unklare Zuständigkeiten zermürben oft die betroffenen Familien, die mit ihren persönlichen Schicksalen sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag zu kämpfen haben. Zentrale Ansprechpartner oder eine Vernetzung der Einrichtungen gibt es nicht. So werden teilweise Sachverhalte mehrfach und immer wieder von neuem geprüft und die notwendige Hilfe für die erkrankten Kinder kommt einfach nicht an. Die Pandemie der vergangenen 18 Monate hat hier die Situation in den Familien noch verschärft und auch der AKHD musste erst neue Strukturen schaffen und Hygienekonzepte erarbeiten, um wieder in die Familien hineingehen zu können. „Dennoch sind viele Familien durch die Pandemie in dramatische Isolation geraten,“ erklärt Lisa Criseo-Brack. Wegen der Erkrankung des Kindes wurde jeder Kontakt nach außen vermieden, oft auch für die Geschwisterkinder. Dies erhöht den Druck in den Familien und führt wiederum zu neuen Problemen. „Betroffene Familien müssen stärker ent- und nicht zusätzlich durch unnötige Bürokratie belastet werden,“ findet der Hanauer Liberale Henrik Statz. „Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Doppelbeantragungen und Mehrfachprüfungen schnellstmöglich abgeschafft und einheitliche Strukturen mit klarer Zuständigkeit geschaffen werden. Nur so lässt sich der Verdacht aus der Welt schaffen, dass gesetzlich zustehende Leistungen willkürlich verweigert werden. Henrik Statz möchte sich für die Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheits- und Pflegewesen einsetzen, aber auch vor Ort versuchen in den Pflegestützpunkten auf den Bedarf der Pflege von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen. Dies betrifft nicht nur die Hospizarbeit, sondern könnte sich ganz lokal auf alle Selbsthilfeorganisationen ausweiten, so dass Betroffene nicht erst lange suchen müssen, um an kompetente Hilfe zu gelangen. Eine Koordinierungsstelle oder für den Anfang eine Webseite mit der Übersicht bestehender Angebote, Profile und Ansprechpartner wären ein leicht zu bewältigender erster Schritt, um Betroffene und Anbieter effektiver zusammen zu bringen. „Das bürgerschaftliche Engagement ist in Hanau schon heute stark ausgeprägt,“ stellt auch Sabrina Schwanebeck fest, „Wir müssen nur dafür Sorge tragen, dass Hilfesuchende und Helfer besser zusammengebracht werden.“ Das Angebot des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensts findet man unter www-akhad-hanau.de